Wissenswertes über Igel

Den Igel gibt es schon seit 60 Millionen Jahren. Er gehört zu den ältesten Säugetieren der Erde, das sogar die Eiszeit überlebt hat. Igel sind nachtaktive Tiere, die für gewöhnlich lange Strecken laufen und sich trotz ihrer schlechten Augen sehr gut zurecht finden. Sie erstellen sich quasi eine Art Landkarte im Kopf und merken sich Verstecke, Schlupföcher und Futterstellen. Langen Barthaare, ähnlich wie sie auch Katzen haben, helfen ihnen dabei. Ihre Beute können Igel sehr gut riechen und auch hören. Tagsüber ist dann für gewöhnlich schlafenszeit.

Babyigel igel neu geboren

Im Spätsommer ist bei Igeln Paarungszeit. Das Igelmännchen begattet das Igelweibchen trotz der Stachel von hinten. Verletzungsgefahr droht dem Igelmännchen jedoch nicht da das Igelweibchen die Stacheln gekonnt anlegt, wenn es denn erst einmal nachgegeben hat. Nach der Paarung trennen sich dann die Wege der Igeleltern wieder. Denn Igel sind Einzelgänger. Eine Igelmama ist also immer alleinerziehend.

Wenn Igelchen geboren werden, kommen sie bereits mit ihren Stacheln auf die Welt. Doch auch das ist für die Igelmutter keine Gefahr. Die noch weichen Stacheln des Nachwuchses sind von einer Hautschicht bedeckt. Die Stacheln kommen dann erst einige Zeit nach der Geburt durch die Haut nach oben.

Ein Igelweibchen kann bei einem Wurf 2 bis 10 Igelchen zur Welt bringen. Diese beginnen ab der zweiten Woche zu sehen und zu hören. Ab der dritten Woche bekommen die Kleinen ihre ersten Zähnchen. Bis zur sechsten Woche lernen sie Gefahren zu erkennen und selbstständig für ihr Fressen zu sorgen. Sie sollten zu diesem Zeitpunkt dann etwa 500g wiegen denn sie gehen auch schon bald ihren eigenen Weg.

 

Passiert der Igelmutter in den ersten Wochen etwas, sind ihre Babys völlig hilflos und verhungern. Daher ist es auch wichtig, einen Igel nicht einfach einzusammeln. Denn es könnte die Mutter sein. Sie muss nachts auf die Jagd gehen und tagsüber die Jungen säugen.

 

Die rund 8000 Stachel, die quasi verhornte Haare sind, sind innen hohl. Ansonsten wären sie auch viel zu schwer. Der Igel rollt sich bei Gefahr ein und schützt sich so vor Fressfeinden. Nur wenigen Tieren wie beispielsweise dem Dachs oder dem Uhu gelingt es, die Stacheln zu durchdringen.

Die Stachel schützen den Igel zwar sehr gut vor großen Fressfeinden, allerdings ist es auch sehr viel schwieriger das “Fell” zu pflegen. Daher kommt es sehr häufig vor, dass Igel Flöhe haben oder andere ungewollte “Fellbewohner”. Auch innere Parasiten kommen nur allzu häufig vor.

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Igel sind nachtaktive Tiere. Tagsüber benötigen sie ein ruhiges Plätzchen um schlafen zu können. Oft verstecken sie sich in hohem Gras oder in Gebüschen. Auch Laub- oder sogar Komposthaufen sind hervorragende Verstecke. Aber nicht nur zum schlafen sondern auch um den Nachwuchs aufziehen und für die Überwinterung ist ein Rückzugsort sehr wichtig.

Der Igel gehört zu den Tieren, die einen Winterschlaf halten. Dabei ist er der einzige unter den Insektenfressern. Bevor es jedoch soweit ist muss im Sommer einiges an Gewicht zugelegt werden von dem sie den Winter über zehren können. So gehen sie also nachts auf die Jagd und fressen sich durch die Gärten der Nachbarschaft, tagsüber wird geschlafen.

Was Igel, die in Freiheit leben, fressen hängt vor allem von dem Nahrungsangebot in ihrer Umgebung ab. Grundsätzlich sind Igel Fleischfresser. Um gut versorgt zu sein benötigen sie eiweiß- und fettreiche Nahrung sowie unverdauliche Ballaststoffe, die für eine gute Verdauung sorgen. Ein erwachsener Igel braucht mindestens 100g hochwertige Nahrung am Tag.